Windelfrei oder Töpfchentraining in Vietnam ist einfach ein stinknormaler Teil des täglichen Lebens. Es gibt nicht mal ein Wort dafür. Wenn du die Leute fragst, lachen die einfach nur. Es heißt doch „di dai“ (go pee-pee, Pipi machen). Und das muss man dem Baby genauso wenig beibringen, wie Trinken oder Essen. Nicht mal das Windelfrei Signal wird als lernen angesehen, mehr als eine Art Coachen. Die Babys wollen ja sauber werden, sie brauchen halt nur noch ein bischen Begleitung.
Babys lernen früher, als wir denken: das Windelfrei Signal
„Und wie weißt du, dass dein Baby muss?“ fragt die Mama aus dem Buch die Mama in Vietnam. „Hm, und wie weißt du, dass du musst?“ war die Antwort. Die Beziehung ist essenziell. Und dann ist auch super, wenn man die gegenseitige Kommunikation etwas verbessern kann. Ein Pipi-Laut. Ein leises „psss“ – und das Baby reagiert. Für viele wirkt das im ersten Moment erstaunlich. Es ist aber kein Trick. Das Baby wird nicht dazu gebracht, etwas zu tun. Es wird in einem natürlichen Moment begleitet. Wenn die Babys abgehalten werden, wreden sie von dem „pss“ begleitet. So entsteht eine Verbindung zwischen „psss“ und „jetzt machst du Pipi“ und später dann sogar „jetzt kannst du Pipi machen“, sprich loslassen. Das hat mit Konditionierung nichts zu tun, denn das Baby kann nur dann Pipi machen, wenn es kann. Wenn die Blase leer ist, passiert auch kein Zauber. Aber da die Baby-Blase ziemlich klein ist, ist die Treffer-Quote ziemlich hoch.
Verbindung statt Kontrolle
Das ganze ist natürlich einfacher, wenn man ein Dorf hat. Also große Familie, wo das alle genauso sehen und dich unterstützen können. Das ist in unserer Kultur etwas schwierig, ich weiß. Trotzdem lohnt es sich, das Windelfrei Signal auszuprobieren. Wenigsten teilweise. Babys sind nicht dumm. Wenn sie sehen, dass wir uns bemühen, kommunizieren sie um so besser. Ich erinnere mich an viele Mamas, die irgendwann sagen: „Ich habe das Gefühl, mein Baby versteht mich.“ Hatte ich auch. Und es muss nicht immer die gleichbleibende Situation, die gleiche Gebärde, Laut, oder Umgebung sein. Alle kleinen Teile der Kommunikation spielen zusammen.
Was ich noch in Vietnam gelernt habe
Ich schäme mich nicht, wenn ich Windeln benutze. Die Hardcore Windelfrei-Front war zwar der Meinung, dass ich kein Windelfrei praktiziere, aber ich habe immer eine Art Absciherung gebraucht, um nicht durchzudrehen. Eine Mullwindel im Schoß beim Stillen (Oder eine Wickelunterlage. Oder ein Handtuch. Oder was halt da war). Eine Minimalwindel am Kind, damit die ganze Umgebung nicht naß wird. Und so. Bei allen Lösungen habe ich mich von den Windelfrei Geschichten aus der ganzen Welt inspirieren lassen. Und nach den Inspirationen auch die Produkte im Mokoshop.eu entwickelt und ausgiebig getestet und für gut gefunden. Und wenn du was brauchst, kann ich dir zur Seite stehen.

